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“Weitergeleitet ins Netz”
Über neuen Journalismus, alte Medien und die digitale Moderne

Nie war das Vertrauen in die Medien so gering. Nie waren die Möglichkeiten, sich zu informieren, so vielfältig. Ein Paradoxon? „Die Zukunft ist schon da. Sie ist nur ungleich verteilt.“ William Gibson, der US-amerikanische Science-Fiction-Autor, beschreibt mit diesem Satz auch einen Strukturwandel der besonderen Art – den von Medien und Journalismus. Während neue Formen und Formationen des Journalismus entstehen, stecken die traditionellen Medieninstitutionen in der Krise: Ihr Geschäftsmodell erodiert, vor allem die jungen Nutzer wenden sich ab, die Medien verlieren an Glaubwürdigkeit.

Das Netz schafft nicht nur multimediale Publikations- und neue Erzählformen, bietet umfängliche Techniken digitaler Recherche, beschleunigt den Rhythmus der Kommunikation, ermöglicht eine zeit- und ortsunabhängige Mediennutzung, es sorgt für die Partizipation des Publikums. Dank der digitalen Werkzeuge, die im Internet explosionsartig zur Verfügung stehen, kann jeder kommunizieren – mit einzelnen und mit sehr vielen. Die Grenzen von Massen- und Individualkommunikation sind fließend geworden; die Nutzer werden Akteure und entdecken ihre Macht.
Wie gehen Journalisten und Medien mit dem digitalen Umbruch um? Wie verändern sich der Journalismus und das mediale Öko-System? Wie definieren sich künftig die Rollen? Was bedeutet das für die gesellschaftliche Kommunikation?

Ausgewiesene Experten diskutierten über diese Fragen beim lpr-forum-medienzukunft, das unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier am 12. März 2015 im Westhafenpier in Frankfurt am Main stattfand.