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Im Universum der Fiktion
Über maschinengenerierte Information und atomisierte Öffentlichkeit

Desinformation und Propaganda sind keine Erfindungen des Internetzeitalters, aber die Kombination von Big Data, Künstlicher Intelligenz und den Erkenntnissen der Verhaltensökonomie schafft subtile und sehr wirkmächtige Einfluss- und Manipulationsmöglichkeiten. Die Menge maschinengenerierter Nachrichten und Informationen sowie Kommentare und Debatten explodiert gleichsam. „Social bots“, Computerprogramme, die vorgeben, echte Nutzer sozialer Netzwerke zu sein, finden die richtigen Adressaten für ihre Botschaften und sorgen für große Verbreitung in den Netzwerken. Das wiederum fließt in die algorithmische Bewertung der Relevanz von news ein. Es sind die wahrgenommenen Wahrheiten, die zählen.

Spätestens seit der Brexit-Kampagne und dem US-Präsidentschaftswahlkampf stehen die Begriffe „postfaktisch“ und „fake news“ auf der Tagesordnung, seit kurzem ergänzt durch das Oxymoron „Alternative Fakten“. Drei Schlagworte, die für die disruptive Entwicklung der politischen Meinungs- und Willensbildung stehen.

Das wirft – besonders im Wahljahr 2017 – eine Vielzahl von Fragen auf. Wie sehr befördern die digitalen Kampagnen-Möglichkeiten den Populismus? Gefährden soziale Netzwerke gar die Demokratie? Wie können wir sicherstellen, dass Zahlen, Daten, Fakten und ihre Nachweise die Grundlagen von Debatten in Politik und Medien bleiben? Was ist zu tun von Medien, Tech-Companies, Politik und Wissenschaft, damit das Netz ein demokratischer Kommunikationsraum bleibt?

Das lpr-forum-medienzukunft – unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier – fand statt:

Im Palais Frankfurt, Große Eschenheimer Str. 10, 60313 Frankfurt am Main, am Donnerstag, 30. März 2017

Informationen zu den Vorträgen, Fotos und Videos finden Sie unter Rückblick