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Mit einem Blick in die Zukunft hat die LPR Hessen am 4. November mit rund 250 Gästen ihr 20jähriges Bestehen gefeiert. Künftig zählt Netzwerkkompetenz statt Medienkompetenz – das war die Botschaft von Keynotespeaker Peter Kruse. Aus Sicht des Web-Vordenkers, Unternehmensberaters und Psychologen aus Bremen hat das Internet eine Revolution ausgelöst, die den Alltag ebenso verändert wie Medien, Politik und Wirtschaft. Das Entscheidende seien die Partizipationsmöglichkeiten, die das Netz ermöglicht. Dabei gelte es, Themen zu treffen, die in sozialen Netzwerken auf Resonanz stoßen; dann sei es ein Leichtes, Gleichgesinnte zu mobilisieren, so Kruse.

Mit den bekannten Werkzeugen der Rundfunkaufsicht ist dem Phänomen Internet und seinen durchaus vorhandenen negativen Auswüchsen nicht beizukommen, darin waren sich die Podiumsteilnehmer zum Thema „Revolution 2.0“ einig. Engagiert diskutierten die Medienökonomin und Bloggerin Gisela Schmalz, die Kommunikationswissenschaftlerin Ingrid Paus-Hasebrink von der Universität Salzburg, Ulrike Reinhard, Mitinitiatorin der Plattform DNAdigital, und Ibrahim Evsan, Mitbegründer der Videoplattform sevenload sowie LPR-Direktor Wolfgang Thaenert. Die Reaktionen, die via Twitter und Chat auf die live gestreamte Veranstaltung hereinkamen, machten aber deutlich, dass zumindest bei der Netzgemeinde Einmischung durch Aufsicht nicht erwünscht ist. Auch Ministerpräsident Roland Koch kam in seinem abschließenden Statement zu dem Schluss, dass Kontrolle durch die Landesmedienanstalten künftig schwieriger werde. In der Übergangszeit komme der LPR aber eine wichtige Vermittlerrolle zu, so der Geburtstagswunsch des hessischen Regierungschefs.

„Digital Natives“ und „Digital Immigrants“ sollten verstärkt aufeinander zugehen, um die Zahl der „Digital Ignorants“ zu vermindern und den digitalen Graben in der Gesellschaft nicht zu tief werden zu lassen. Diese Botschaft des lpr-forum-medienzukunft 2009 wird die hessische Landesmedienanstalt aufgreifen und weiterverfolgen.

lpr–forum–medienzukunft:
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